Münster


Lebensqualität pur

Münster hat in punkto Lebensqualität viel zu bieten, das ist seit 2004 amtlich. Beim internationalen LivCom-Award gewann die westfälische Metropole den Titel "Lebenswerteste Stadt der Welt " in der Kategorie zwischen 200.000 und 750.000 Einwohnern. Doch damit nicht genug an Wettbewerbspreisen und Auszeichnungen. Auch der 2005 erstmals an eine deutsche Großstadt verliehene „European Energy Award Gold“ macht sich nicht schlecht in der Trophäenvitrine des Oberbürgermeisters.

Die Bürger und Bürgerinnen scheinen jedenfalls ganz zufrieden zu sein, die fünf Millionen Tagesgäste und Touristen jährlich noch viel mehr. Für sie stehen in 83 Beherbergungsbetrieben innerhalb der Stadtgrenzen ungefähr 7.000 Betten zur Verfügung.

Die historische Altstadt gehört mit ihrem Prinzipalmarkt zu den besonderen Attraktionen. Eine Vielzahl aneinander gereihter Giebelhäuser mit durchgehendem Arkadengang schafft eine wohltuend nostalgische Atmosphäre. Nach der fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurden die Fassaden in Anlehnung an die Originale wieder aufgebaut. Das historische Rathaus mit dem „Friedenssaal“ ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt und allein einen Besuch wert.

Es gibt weitere hochinteressante Rundgänge zu unterschiedlichen Themen. Auch die regionalen Feste wie das EuroCityFest, Weihnachtsmarkt und Jahrmarkt Send ziehen unzählige auswärtige Gäste an

Die Stadt scheint einfach vieles richtig gemacht zu haben. Als ‚Klimahauptstadt‘ wurde in zehn Jahren der Ausstoß von Kohlendioxid um 17 Prozent gesenkt, mit vielen Ganztags-Grundschulen und mehr als 300 Spielplätzen wurde Münster zur kinderfreundlichsten Stadt 2004 gekürt und zählt unangefochten zu den Hochburgen der Bürgerbeteiligung und Bürgerinitiativen.

Besonders auffallend und das Stadtbild prägend sind die „Leezen“, die Fahrräder in Münster. Der Fahrradanteil am Gesamtverkehr liegt bei 40 Prozent, und nicht nur durch die 42.000 Studenten während der Semesterzeit. Damit Straßen und Bürgersteige passierbar bleiben, haben sich die Münsteraner Lokalpolitiker vor einigen Jahres etwas Pfiffiges einfallen lassen: Das größte Fahrradparkhaus Deutschlands befindet sich direkt am Hauptbahnhof und bietet Platz für über 3000 Räder. Hier kann man sein Velo für 70 Cent am Tag parken - und zudem während des Stadtbummels gegen Gebühr auch waschen und reparieren lassen, sogar sonntags.


Industrielles Zentrum war Münster nie. Vielmehr beherbergte die als  „Schreibtisch Westfalens“ titulierte Verwaltungsstadt seit jeher Einrichtungen wie die Westfälische Wilhelms-Universität, die Bezirksregierung, große Finanzdienstleister, Versicherungen, Banken, Bausparkassen, die Westdeutsche Lotterie und viele andere Dienstleistungsunternehmen.

Neben vielen historischen Gebäuden wird das Bild der Stadt nicht zuletzt durch ihre zahlreichen Studierenden geprägt, die eine angenehm legere Atmosphäre entstehen lassen.

Gelegenheiten zum Frühschoppen gibt es in Münster ohne Ende. Möglichkeiten, vor dem Frühschoppen den angezeigten Kirchgang zu absolvieren, gibt es in der Stadt mit über 50% katholischer Bevölkerung ebenfalls genügend. Übrigens lautet ein Motto der Einheimischen über ihre Stadt: „Entweder es regnet oder die Glocken läuten – und, wenn beides zusammenfällt, ist Sonntag.“ Und in der Tat ragen St. Paulus-Dom,  Lambertikirche und St.-Mauritz-Kirche weit über die Dächer der Stadt in den - manchmal wolkenverhangenen – Himmel und prägen die Skyline von Münster.


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(2)   Freizeittips in Münster