Duisburg


Event pur zwischen Kohle und Stahl

Zwischen Rhein und Ruhr wird immer noch Stahl gekocht und verarbeitet, und nach wie vor auf allerhöchstem Weltniveau. Aber Konzerne wie ThyssenKrupp, die man früher getrost mit Hochöfen assoziieren durfte, stellen sich heute als global operierende Technologiekonzerne dar. Mehr als 184.000 Mitarbeiter erzielten in 2004 einen Umsatz von 42 Milliarden Euro in sechs Geschäftsfeldern.

Die Hinwendung und Konzentration auf Systemlösungen und innovative Dienstleistungen kann als exzellentes Beispiel für den Strukturwandel der ganzen Stadt gewertet werden. Die Umstellung war aber auch dringend erforderlich, denn die Herausforderungen durch Bevölkerungsschwund und Arbeitslosigkeit waren gewaltig.

Der Duisburger Hafen „duisport“ ist der größte Binnenhafen Europas. Der Mittelpunkt des Hafens liegt im Bereich der Ruhrmündung, wo der erste Ruhrorter Hafen bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts gebaut wurde. Als offizieller Seehafen ist „duisport“ mit flussgängigen Seeschiffen erreichbar und wird im Linienverkehr zwischen Häfen in Europa, Afrika und im vorderen Orient angesteuert. Jährlich laufen über 20.000 Schiffe ein, um rund 40 Millionen Tonnen Güter aller Art umzuschlagen. Zusammen mit den privaten Hafenanlagen liegt der Gesamtumschlag bei über 90 Millionen Tonnen pro Jahr, nicht viel weniger als der Hamburger Hafen aufweist.

Relativ neu dagegen ist die Nutzung des nebenan liegenden Innenhafens. Hier hat sich - neben Tourismusdienstleistern - vor allem eine Branche etabliert: die Gastronomie. Die gelungene Mischung aus Kneipen, Restaurants und Museen entlang der Uferpromenade hat hier ein Zentrum des Duisburger Nacht- und Abendlebens entstehen lassen.

Architektonische Sehenswürdigkeiten

Trotz der nicht behebbaren Folgen des Zweiten Weltkrieges gibt es in Duisburg viele architektonische Sehenswürdigkeiten, die über 1100 Jahre Stadtgeschichte widerspiegeln. Das Rathaus, die Salvatorkirche, die Liebfrauenkirche und die Abtei Hamborn gehören sicher dazu. Und in einer Stadt, die als einzige sogar Fußball spielende „Zebras“ aufbieten kann, darf natürlich ein „tierischer“ Ausflugstipp keinesfalls fehlen: Der Zoo Duisburg mit seinem weltbekannten Delphinarium zählt nach wie vor zu den größten, schönsten und reichhaltigsten seiner Art.

 

Inmitten einer einzigartigen Kulisse eindrucksvoller Industrie-Architektur am Wasser zu flanieren, den Schiffen zuzusehen oder in den Szenelokalen ein kühles Glas oder eine Gabel voll am Ufer zu nehmen - das alles, und noch viel mehr bietet der Duisburger Innenhafen par excellence. Etwa 20 gastronomische Betriebe haben sich darauf spezialisiert, dem einheimischen Gast und auswärtigen Besucher den Abend so angenehm wie möglich zu machen.

Noch neuer ist das CityPalais, das  Anfang 2007 eingeweiht wurde. Dem eleganten Gebäudekomplex in der Stadtmitte hatte die Mercatorhalle weichen müssen. Das imposante Bauwerk der Architekten von Chapman Taylor beherbergt eine niveauvolle Shopping Mall, ein großes Casino und ein Konzert- und Kongresszentrum mit dem Namen – „Mercatorhalle“, da kommt Freude auf.

Die Symbiose zwischen Kultur, Sehenswürdigkeiten und Unterhaltung hat sich bewährt. Die Duisburger Akzente, die jeweils ein kulturell aktuelles Thema präsentieren und die Ruhr-Triennale  sind kulturelle Highlights von hohem Rang.

Jede Menge anderer künstlerischer Projekte sind im Landschaftspark Nord zu entdecken. Dort findet auch das populäre Traumzeit-Festival statt. Das Kultur- und Stadthistorische Museum, das Lehmbruckmuseum, mit europaweit einmaliger Sammlung moderner Bildhauerkunst, die Küppersmühle und das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt sollte man gesehen haben.


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